Satzung

Verband Schlesischer Bauern Związek Śląskich Rolników

Satzung - Statut


§ 1    Name und Sitz

Der Verband trägt den Namen Zwišzek Œlšskich Rolników/ Verband Schlesischer Bauern und hat seinen Sitz im Tätigkeitsgebiet in Schlesien

Das Büro des Zentralverbandes befindet sich in diesem Gebiet und wird vom Vorstand festgelegt.

Er wird als Verband Schlesischer Bauern eingetragen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Verband hat ein eigenes Verbandsemblem, eigenes Logo und eigene Fahne. Stempel, Briefkopfbogen und sonstige Erkennungszeichen werden in polnischer und deutscher Sprache geführt.


§ 2    Ziel und Aufgaben

Zum Ziel des Verbandes ist:

    • Interessenvertretung im In- und Ausland, um die wirtschaftliche Situation der Verbandsmitglieder zu verbessern.
    • Förderung landwirtschaftlicher Betriebe seiner Mitglieder sowie Steigerung und Sicherung der Betriebsrentabilität in bestmöglichstem Umfang.

Dieses Ziel soll durch folgende Aufgaben erreicht werden:

    • Aufbau einer betriebswirtschaftlichen und allgemeinen Beratung für die Mitglieder
    • Weitergabe von Forschungs- und Erfahrungsergebnissen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis
    • Informations-, Verlags- und Radiotätigkeit, insbesondere auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Thematik, Verbreitung von Fachzeitschriften und Fachbüchern
    • Organisation von Aus- und Fortbildung für junge Landwirte im In- und Ausland
    • Organisation von Agrarproduktionvorführungen, Fachseminaren, Vorträgen
    • Einrichtung von Fachbibliotheken
    • Aufhahme von Kontakten und Zusammenarbeit mit anderen landwirtschaftlichen Errichtungen und Organisationen
    • Organisation und Förderung von Dienstleistungsbetrieben zur Beschaffung von landwirtschaftlichen Produktionsmitteln und für den Absatz von Produkten der Mitgliederbetriebe
    • Einführung neuer Techniken, Saatgutvermehrung (Saatkartoffeln) und Tierzuchtverbesserung
    • Organisation und Durchführung eigener Produktions- und Handelstätigkeit
    • Organisation und Durchführung von landwirtschaftlichen Messen und Ausstellungen im In- und Ausland
    • Mitgliedschaft in anderen Organisationen, Verbänden, Vereinen oder Gesellschaften, sofern sie den Interessen der Mitglieder entsprechen und den Entwicklungsprozess für ein vereintes Europa anstreben.

§ 3    Mitgliedschaft

Der Verband führt eine ordentliche und eine Ehrenmitgliedschaft.

Mitglied des Verbandes darf jeder aus dem Tätigkeitgebiet stammende Landwirt werden, Unterstützungsmitglieder dagegen alle im In- und Ausland wohnenden Personen.

Die Mitgliedschaft ist freiwillig und bedarf einer schriftlichen Beitrittserklärung sowie einer Bürgschaft von zwei Einführüngsmitglieder. Über die Aufnahme entscheidet der Gemeindevorstand.

Weitere Mitglieder sind:

    • junge Landwirte ohne eigenen Betrieb
    • Ehefrauen und Töchter des Betriebsinhabers
    • Rentner aus landwirtschaftlichen Bereichen

Ehrenmitglieder des Verbandes dürfen Personen werden, die erheblich zur Entwicklung des Verbandes beigetragen haben.

Über die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft entscheidet die Hauptversammlung.

Die Mitgliedschaft wird beendet durch eine schriftliche Austrittserklärung, durch Tod oder durch Ausschluß des Mitgliedes aus wichtigen Gründen. Der Ausfritt aus dem Verband ist nur zum Ende eines Geschäftsjahres zulässig.

Über den Ausschluß eines Mitglieds aus wichtigen Gründen entscheidet der Vorstand nach Anhörung des Mitgliedes.

Zu wichtigen Gründen gehören insbesondere:

    • keine Beitragszahlung mindestes seit 12 Monaten,
    • Kontaktunfähigkeit mit dem Vorstand und anderen Mitgliedern
    • Tätigkeit zu Schäden des Verbandes

Das ausscheidende Mitglied hat weder Anspruch auf das Vermögen oder Teile des Vermögens des Verbandes, noch auf finanzielle Abfindung. Das ausscheidende Mitglied hat das Recht bei der nächsten Hauptversammlung eine Berufung einzulegen.


§ 4    Rechte und Pflichten der Mitglieder

Jedes Mitglied hat das Recht, am Verbandsleben aktiv teilzunehmen, sowie an allen Dienstleistungen des Verbandes zu partizipieren. Das einfache Mitglied hat das Recht zu wählen und gewählt zu werden.

Weiterhin besteht das Recht:

    • über alle Vorgänge im Verband informiert zu werden
    • Delegierte und Kandidaten zu Wahlen vorzuschlagen
    • auf Teilnahme an allen fachlichen und kulturellen Veranstaltungen
    • Beteiligung an Verbanstätigkeiten entsprechend der festgelegten Bedinungen
    • Nutznießung aller dem Verband gewährten Unterstützungen Dritter
    • Nutzung von Einrichtungen zur Produktion und zum Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse.
    • Vorschläge vorzubringen

Jedes Mitglied hat die Pflicht:

    • das Satzung einzuhalten
    • aktiv im Verband mitzuwirken
    • Beiträge pünktlich zu entrichten die gemeinschäflichen Aktivitäten und Interessen des Verbandes tatkraftig zu unterstützen.
    • bei der Bereitstellung Fördermaßnahmen der Verband uneingeschrankt alle er-förderlichen Einblicke in betriebliche Unterlagen zu gewahren die von der Mitgliederversammlung festesetzen

§ 5    Organe des Verbandes

  1. Zu Verbandsorganen gehören:
    • Hauptversammlung (der Delegierten)
    • Vorstand
    • Revisionkommision
  2. Im Falle,wenn die Mitgliederzahl 300 Personen überschreitet, wird die Huptversammlung mit der Hauptversammlung der Delegierten ersetzt.
  3. Die Delegierten zu der Hauptversammlung der Delegierten des Verbandes werden auf der Kreisebene in der Zahl eines Delegierten auf jede begonnene Zahl von fünfzig Mitgliedern des Verbandes in dieser Region gewählt.

§ 6    Hauptversamlung

    1. Die Hauptversammlung (der Delegierten) ist das höchste Organ des Verbandes und findet mindestens einmal im Jahr statt. Sie wird vom Vorstand des Verbandes nach Beendigung eines Geschäftsjahres eigenständig einberufen, oder aus dem Vorstand wichtigen Gründen. Sie ist außerdem einzuberufen, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder dies schriflich unter Angabe des Grundes verlangt.
    2. Den Termin, den Ort und die Tagesordnung legt der Vorstand fest und informiert die Delegierten mindestens zwei Wochen vor Beginn der Hauptversammlung darüber.

Die Hauptversammlung ist beschlußfähig, wenn mindestens 50% der Delegierten anwesend sind. Falls nötig im zweiten Termin, nicht später jedoch als sieben Tage danach, abgesehen von der Zahl der Anwesenden. Die Hauptversammlung faßt ihre Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Delegierten, falls es in der Satzung nicht anders festgelegt wurde.

Zu einem Beschluss, der eine Änderung der Satzung bewirkt, ist mehr als zwei Drittel der Stimmen von erschienen Delegierten erforderlich.

Jedem Delegierten steht bei den Abstimmungen eine Stimme zu. Das Stimmrecht ist nicht übertragbar.

  1. Die Hauptversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:
    • Wahl der Hauptvorstandsmitglieder außer von Vorsitzenden der Kreisvorstände und der Wahl der Prüfungskommission für eine dreijährige Periode in einer Geheimabstimmung, mit zwei Drittel der Stimmenmehrheit, in Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Berechtigten, in der zweiten Abstimmung mit einfacher Mehrheit
    • Annahme des jährigen Haushalts- und Arbeitsplanes
    • Entgegennahme des Jahresberichtes
    • Entlastungserteilung
    • Entgegennahme der Vorstandsberichte und Bestätigung der Vorstandsentscheidungen
    • Entgegennahme des Berichtes der Revisionskommission
    • Verabschiedung der Satzung des Verbandes sowie der Änderungen in ihrem Inhalt
    • Beschlussfassung zur Auflösung des Verbandes
  2. Über die Beschlüsse der Hauptversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das von dem Protokollführer und dem Vorsitzenden zu unterzeichnen ist.

§ 7    Der Vorstand

  1. 1. Der Verband wird zwischen den Hauptversammlungen vom Vorstand des Verbandes geleitet.
  2. 2. Der Hauptvorstand besteht aus mindestens 5 Personen:
    • Vorsitzender
    • seine Vertreter
    • Schatzmeister
    • Schriftsfüher
    • Mitglieder, darunter obligatorische Teilnahme der Kreisvorsitzenden
  3. Bei den Hauptvorstandsarbeiten nehmen obligatorisch die Vorsitzenden der Kreisvorstände mit entscheidenden Stimme teil.
  4. Der Vorstand wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden, zwei Stellvertreter , den Schriftführer und den Schatzmeister. Bei Rücktritt oder Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes aus dem Vorstand während der Wahlperiode wählt der Vorstand an seine Stelle einen anderen Mitglied des Verbandes. Die mit diesem Verfahren durchgeführten Änderungen dürfen ein Drittel der Mitgliederzahl des Vorstandes nicht überschreiten.
  5. Die Sitzungen des Vorstandes finden in regelmäßigen Abständen statt, jedoch mindestens vier mal im Jahr. In der Zwischenzeit ruft der Vorsitzende das Präsidium bei wichtigen Angelegenheiten zusammen. Über die Beschlüsse des Vorstandes und des Präsidiums sind entsprechende Aufzeichnungen anzufertigen und vom Vorsitzenden zu unterzeichnen.
  6. Der Vorstand ist für die Verwaltung der Verbandsinteressen verantwortlich. Zu diesem Ziel wird ein Verwaltungbüro des Verbandes eingerichtet und ein Sekräter oder Geschäftführer einstellt.

Zu Aufgaben des Vorstandes gehören insbesondere:

    • die Richtlinien des Verbandsarbeit zu bestimmen,
    • Führung der Gesamttätigkeit des Verbands,
    • Repräsentation des Verbandes nach außen und Interessenvertretung seiner Mitglieder
    • Ausführung der Beschlüsse der Hauptversammlung,
    • Sorge um die Einhaltung der Satzungsbestimmungen
    • bei Bedarf Erarbeitung geschäftsinnerer Richtlinien sowie verantwortungsvolle und sorgfältige Finanz- und Vermögensverwaltung. Die Finanzunterlagen des Verbandes werden von zwei Vorstandsmitgliedern unterzeichnet und bei Angelegenheiten, die die gewöhnlichen Tätigkeiten des Vorstandes nicht überschreiten, der Vorsitzende
    • Beschlussfassung über Beitritt zu in- und ausländischen Organisationen
    • Ernennung von Kreisen und denen Tätigkeitsgebieten

§ 8    Revisionkommision

Die fünf (5) Mitglieder zählende Revisionkommision wird während der Hauptversammlung gewählt. Deren Mitglieder wählen unter sich den Vorsitzenden, den Stellvertreter und den Sekräter.

Die Revisionkommision ist zustandig:

    • die Verbandstätigkeit zu prüfen
    • die Finanzen zu prüfen

Die Mitglieder der Revisionkommision dürfen in anderen Organen des Verbandes keine Funktionen ausüben. Sie dürfen aber an den Sitzungen des Vorstandes mit beratender Stimme teilnehmen.


§ 9    Organisationsstruktur

    1. 1. Zur Orbanisationseinheit des Verbandes wird eingeteilt in:
      • Kreise (mit mindestens 15 Mitgliedern)
      • Bezirke (mit mindestens acht Kreisen)

Die Tätigkeit der Kreise und Bezirke erfolgt in Anlehnung und gemäß dieser Satzung, entsprechend angewendet, falls es keine Sonderregelung gibt.

  1. 2. Der Kreis wählt unter seinen Mitgliedern einen fünfköpfigen Vorstand, der aus einem Vorsitzenden, einem Stellvertreter, einem Sekretär, einem Schatzmeister und einem mitglied besteht. Zum Kontrollorgan eines Kreises wird die Bezirksrevisionskommission.
  2. 3. Zur Hauptversammlung eines Bezirkes dürfen die Kreise eigene Delegierten senden, wenn die gesamte Mitgliederzahl ist größer als 150 Personen. In diesem Fall vertritt ein Delegierter 15 Mitglieder.
  3. 4. Die Bezirkshauptversammlung (der Delegierten) wählt den Bezirksvorstand, der mindestens aus 5 Personen besteht, darunter dem Vorsitzenden, dem Stellvertreter, dem Schatzmeister und dem Sekretär sowie die Revisionskommission, die aus 3 Personen besteht: dem Vorsitzenden, dem Stellvertreter und dem Sekretär.

§ 10    Verbandsfonds / Beitrage

Die Ausgaben des Verbandes werden aus Beitragen der ordentlichen Mitglieder, aus Zuwendungen fördernder Mitglieder, aus Erträgen und Zuschüssen anderer Quellen, aus dem In- und Ausland beglichen. Diese können folgende sein:

    • Einzelpersonen,
    • Organisationen und Behörden,
    • Gesellschaften,
    • andere Verbände sowie aus Gewinnen von Produktions- und Handelsaktivitäten.

Der jährige Mitgliedsbeitrag wird von den Delegierten der Hauptversammlung festgelegt. Die Beiträge werden auf der Dorf- oder Gemeindeebene eingesammelt bzw. eingezahlt. Der Termin wird vom Hauptvorstand festgelegt.

Von den Mitgliedsbeiträgen werden:

    • 40% an den Hauptvorstand abgeführt,
    • 30% an den Kreisvorstand abgeführt,
    • 30% verbleiben in der Kreiskasse

§ 11    Verbandsauflösung

Die Auflösung des Verbandes kann nur auf einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen werden. Dazu ist eine dreiviertel Mehrheit, bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte der stimmenberechtigten Delegiertern erforderlich. Bei Beschlußunfähigkeit genügt während einer zweiten zu diesem Zweck einberufenen Hauptversammlung die einfache Mehrheit der erschienenen Delegierten.

Im Fälle der Auflösung des Verbandes, fasst die Hauptversammlung den Beschluß über die Bestimmung und Verwendung des Verbandsvermögens.


§ 12    Satzungsänderungen

Satzungsänderungen können nur mit einer zweidrittel Mehrheit der Hauptversammlung beschlossen werden.

Diese Satzung tritt mit dem vom Registrierungsgericht eingetragenen Zulassungsdatum in Kraft.


Beschlossen von der Hauptversanmlung am 07. Juli 1997 in Żużela.